035872 / 3 47 17
20.10.2017

Ostdeutsche Mittelstädte versprechen Renditen bis zu 11,5%

Während an gefragten Standorten im Osten der Republik Wohngebäude immer schmälere Renditen abwerfen, versprechen Investitionen in mancher ostdeutschen Mittelstadt ein lohnendes Geschäft. Laut dem Wohnungsmarktbericht Ostdeutschland der TAG Immobilien liegen die Durchschnittsrenditen in 18 von insgesamt 27 untersuchten Städten demnach oberhalb von 7,5%, in Görlitz sogar bei 11,5%.

Trotz der guten Investitionschancen konzentriert sich die Mehrheit der Investoren auf die ostdeutschen Großstädte, allen voran Berlin. Dort ist Wohnraum inzwischen allerdings nur noch teuer einzukaufen und übertrifft mit Angebotspreisen von im Mittel 4.600 Euro/qm alle anderen Städte im Osten. Auch die Mieten sind in der Hauptstadt kräftig gestiegen. Im ersten Halbjahr 2017 lagen die Angebotsmieten dem Bericht zufolge bei im Schnitt 10,09 Euro/qm. Im Vergleich zu 2012 wird bei Neuvermietungen demnach 33,4% mehr verlangt als noch vor fünf Jahren.

Die brandenburgische Schwesterstadt Potsdam ist mit 9,99 Euro/qm kaum günstiger. Von den teuren Angebotsmieten in Berlin und Potsdam profitieren indes die Städte im Berliner Umland. Vor allem, wenn sie gut an den öffentlichen Nahverkehr angebunden sind wie Brandenburg an der Havel, Eberswalde, Strausberg und Nauen. Dort stiegen die angebotenen Mieten seit 2012 um 10% bis 24%.

In Berlin und Potsdam ist die Wohnkostenbelastung am höchsten

Was das Anziehen der Preise mit Blick auf die Wohnkostenbelastung bedeutet, hat die TAG in dem dieses Jahr zum zweiten Mal erschienenen Wohnungsmarktbericht Ostdeutschland untersuchen lassen. "Das Wohnen in Berlin und Potsdam ist nicht nur in absoluten Zahlen, sondern auch in Relation zum verfügbaren Nettoeinkommen teurer als in allen anderen ostdeutschen Regionen", sagt Claudia Hoyer, Vorstand der TAG Immobilien. Im Durchschnitt müssten Haushalte dort fast 32% bzw. 29% ihres Nettoeinkommens für das Wohnen ausgeben. In manchen Teilen Berlins erreicht die Wohnkostenbelastungsquote sogar über 51%.

Wesentlich niedriger liegt die Wohnkostenbelastung dagegen in anderen Regionen Ostdeutschlands. Sie bewegt sich in einer Bandbreite zwischen 17,5% in Chemnitz und 26,6% in Jena. Dort werden allerdings auch wesentlich geringere Mieten verlangt. Dabei wird es nach Einschätzung der TAG nicht bleiben. Da in den untersuchten Städten in den vergangenen Jahren die Bevölkerung ebenso gewachsen ist wie die Kaufkraft, sei bei der Mietpreisentwicklung noch Luft nach oben.

Quelle und weitere Infos: http://www.immobilien-zeitung.de/1000047597/ostdeutsche-mittelstaedte-versprechen-renditen-bis-zu-11-5

Urheber: Martina Vetter  

Welcher Verkaufspreis ist der ...

Welcher Verkaufspreis
ist der Richtige?

Jetzt ermitteln

Welcher Verkaufspreis?
Bitte warten. Ihre Anfrage wird bearbeitet
Schließen